reflexbox von jürg fraefel

Medien in der Bildungsorganisation – erlebt – überdacht – notiert

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04. April 2010

Navi-Biken - der neue Trendsport

juergfraefel in Bewegung

Ein Navigations-App auf dem iPhone, das ist fantastisch. Toll, dass Navigon die Karten von ganz Europa in ein iPhone-App gequetscht hat und sich das App (fast) wie ein ausgewachsenes Navi-Gerät verhält. Im Auto funktioniert es - abgesehen vom zuweilen schlechten GPS-Empfang bestens - und auf dem Velo? Seit kurzem bietet Velo Plus eine stabile Halterung für den Lenker an. Die Ostertage laden ein zur Testreise: Uerikon - Mühlacker - 245 km - los. Das Gefühl ist berauschend. Präzise geführt, radle ich durch Quartiersträsschen, abgelegene Waldwege und ich wundere mich immer, wo ich auf wieder bekannte Hauptstrassen stosse. Sorgen bereitet der Akku, und in Diessenhofen ist dann erstmals Pause angesagt. Pasta für den Fahrer 220 Volt für das iPhone.navi_biken_4

Was tun, die Fahrt ist noch weit? Der Akku ist halbwegs voll und weiter geht’s, mit etwas weniger Elan. Denn die Landkarte ist zu Hause geblieben, soll doch ein Experiment ohne Fangnetz sein… Also App an, Strassenkreuzung durchfahren, Kilometerzahl bis zur nächsten Kreuzung merken, App aus. Irgendwie ist’s jetzt noch fast schöner: Der Blick löst sich von der Anzeige und wendet sich mehr der tollen Gegend zu. Auf der Schwäbischen Alb wird’s ganz abgelegen. Vorbei an verlassenen Skihütten, auf engen Forstwegen, Schneemaden im Schatten. Den Kartografen, welcher einzelne Strassen falsch taxiert hat, sollte man aber an den Ohren nehmen: Meine dünnen Rennrad-Pneus lieben die vereinzelten Kieswege überhaupt nicht. Wenn jetzt das Navi aussteigt, bin ich am A… Doch der “Stromspartrick” funktioniert und vor dem Eindunkeln finde ich ein verlassenes Hotel, auf Empfehlung eines Gastwirts. Denn Google weiss nicht, wer über Ostern geöffnet hat.

navi_biken-3Die restlichen 100 km vergehen im Flug. Ich mache mir einen Sport daraus, das Navi möglichst kurz vor der Kreuzung einzuschalten, und dann gleich wieder aus. Wenn ich daran denke, dass ich mit der Velokarte jedes Mal hätte anhalten müssen. Dafür werden mit dem App keine Steigungen angekündigt und ich weiss nie genau, wo ich mich befinde. Also in ganz unbekannten Gegenden würde ich mich niemals einzig dem iPhone anvertrauen.
In Mühlacker bei Stuttgart angekommen, hole ich mir dann einen Reiseführer über die Schwäbische Alb aus dem Büchergestell. Es geht doch nichts über ein handfestes Buch.
Ab Abend kommt auch mein Schwager mit dem Auto an, sichtlich genervt. Das Navi im Auto hätte ihm im S… herumgeführt. Fertig, er kaufe sich wieder eine gute Strassenkarte. - Ich dagegen erkläre Navi- Biken zum neuen Trendsport.

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16. November 2009

Reisen – Wandern – Navigieren

juergfraefel in Bewegung, Mediaphil, Organisationskommunikation

safetyapp_keyvisualDie Firma Mammut – bekannt unter anderem für das Lawinensuchgerät «Barryvox» hat ein Safety App für das iPhone entwickelt. Die Mammut Safety App hilft Wintersportlern, die lokale Lawinengefahr zu beurteilen. Noch liegt die App erst in einer Demoversion vor. Mit dem demnächst erscheinenden Update  lassen sich mit Messung der Hangneigung, Bestimmung der Hangausrichtung, Höhenmesser sowie Links zu Lawinenbulletins die Gefahrensituation besser einschätzen. Dies dank dem im iPhone eingebautem GPS und Kompass. Mehr zum Lawinen-App Hier.

Demnach also App mehr der Kategorie «Reisen – Wandern – Navigieren» mehr auf dem iPhone. Die letzten beiden Wochen präsentierte Radio DRS im Podcast «Digital Plus» diverse Online-Dienste, meist mit entsprechender Software fürs Smartphone zum Thema:
– Wandern und GPS (DRS Digital vom 6.11.09). Die Sendung als Podcast gibt’s Hier.
– Geocaching (DRS Digital vom 10.11.09). Sendung als Podcast Hier.
Und die SonntagsZeitung von heute bringt heute einen Artikel zu «Städtesurfen mit dem Handy» (Hier). Problemlos könnte man sein iPhone mit solch flinken Navigationshilfen zur nächsten Bar, dem nächsten WC etc. füllen.

bild-2Etwas näher angeschaut habe ich mir GPSies: Auf dieser Website und mit dem entsprechenden App fürs iPhone können Wanderrouten als GPS-Tracks verwaltet und heruntergeladen werden. Faszinierend: Gegen 8000 Wanderungen, Velotouren, Schneeschuhrouten etc. werden für die Schweiz gefunden. Im Raum Oberer Zürichsee (siehe Bild) ist die Auswahl riesig. Mit einem Klick erhalte ich die Details zur Tour, Kartenausschnitt und den GPS-Track. Schnell ist die Tour aufs iPhone geladen und los kann’s gehen. Und geht es dann wirklich los? – Es wäre spannend zu erfahren, wer sich wegen dieser Dienstleistung wirklich in Bewegung setzt.

Hoch im Kurs sind auch die GPS-basierten Fitness- und Trainingshilfen, wie beispielsweise die neue Trainingsuhr von Garmin (Hier). Die Ingenieure lassen sich einiges einfallen, um ihr Gadget als besonders «trainingswirksam» zu verkaufen: Man rennt gegen einen virtuellen Partner, definiert im Online-Konto ein Trainingsziel und wird beim nächsten Upload daran erinnert, wie stark man sich dem Ziel genähert haben soll. Sehr motivierend…

Viele der beschriebenen Spielereien sind ja ganz nett und sie üben zweifellos einige Faszination aus, nicht nur auf die jüngere Generation. Und einzelne Apps sind zugegeben sehr praktisch, beispielsweise obiges Lawinen-App. Was mich aber beunruhigt: Verschenken wir damit nicht ein rechtes Stück Intuition oder den antrainierten Orientierungssinn? Als wir im Sommer eine Wochentour mit Mountainbike und GPS unternahmen, waren wir begeistert davon, nie mehr bei jedem Wegweiser absteigen zu müssen. Als dann aber am fünften Tag der GPS-Track nicht auf dem Gerät war, standen wir blöd da. Zum Glück hatten wir detaillierte Karten dabei. Nicht schlecht staunten wir, als wir merkten, dass uns das Vorwärtskommen mit der Karte plötzlich schwer fiel – alles geübte Berggänger.

Ich würde deshalb darauf bestehen, dass in der Schule trotz GPS und dem zukünftigen, genaueren Navigationssystem Galileo (auch im Innern von Gebäuden) weiterhin mit Karte und Kompass gearbeitet wird und dass die Schüler weiterhin Orientierungsläufe machen. Das eine tun und das andere nicht lassen. Dies wird einmal mehr Devise sein: Den Schülerinnen und Schülern Erfahrungen zur Schärfung ihres Orientierungssinns ermöglichen, sowohl ohne technische Hilfsmittel als auch mit Einbezug von GPS-Gerät und Smartphone. Weshalb nicht Orientierungsübungen anbieten, welche die einen Gruppen mit Karte lösen, währenddem andere Gruppen stattdessen mit dem GPS-Gerät arbeiten. Es wird interessant sein, die unterschiedlichen Erfahrungen untereinander zu vergleichen…


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05. April 2009

Lance Armstrong twittert sich zurück in den Aktivsport

juergfraefel in Bewegung, Mediengesellschaft

Der Twitter von Lance Armstrong, x-facher Tour de France-Gewinner, nun auf bestem Weg zum Twitter-Rekord. So tönt’s: «Got the kids off to school.» Oder: «Just picked the kids up at school.» Weiter: «About to take the Armstrong kids to school.» – Belanglos würde man sagen. Doch damit sagt Lance viel: «Ich bin ein guter Vater, mehme mir  Zeit für meine Kinder». Oder: «Trotz Frauengeschichten, Familie ist für mich wichtig.» Weiter: «Kauft meine Marke, ich bin wieder dabei, beim Rennsport.»

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Auf jeden Fall kennt Armstrong die Funktionsweise der Twitter-Marketingmaschine bestens. Gegen ein Dutzend Twitter-Einträge pro Tag und 492′171 Followers.
Hier
geht’s zum Twitter von Lance; hier zu seiner Website.

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06. August 2008

Zurück aus den Bergen

juergfraefel in Bewegung

Nun bin ich also zurueck von unserer MTB-Tour der Grenze des Kantons Graubuenden entlang (siehe Foto unten). Die erste Reise mit dem iPhone. Schon praktisch, unterwegs schnell das Wetter oder eine Bahnverbindung checken zu koennen. Frueher machten wir es auch ohne, hoere ich manche sagen. Recht habt Ihr. Die ersten Blogrintraege ab iPhone sind gepostet. Dank dem Kommentar von Thomas auf meinen letzten Post habe ich die Applikation von Wordpress auf dem iPhone installiert, was viel angenehmer ist. Umlaute sind aber immer noch ein Problem.

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